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„Ich sortiere für die Konferenzbesucher den Schlagwort-Haufen auseinander!“

Sabrina Oswald, Gründerin und Managing Partner von FUTURA, referiert im Rahmen der Fachkonferenz JETZT Digital PR am 12. September in Wien über „Die Realität von Agenda Setting, Agenda Surfing und Storytelling“. Im Interview spricht Oswald auch über Mißverständnisse in Zusammenhang mit dem Buzzword Storytelling.

JETZT: Ihr Beitrag zur JETZT Digital PR am 12. September in Wien ist ein Vortrag zum Thema Agenda Setting, Agenda Surfing und Storytelling. Was dürfen sich die Konferenzteilnehmer von ihrem Vortrag bei der JETZT Digital PR erwarten?

Sabrina Oswald: Der Impulsteil, den ich liefere, beleuchtet das wirkliche Leben, abseits von Buzzwords. Die JETZT-Digital-PR-Veranstalter haben mir dankenswerterweise die Chance gegeben, für das Publikum dort den „Schlagwort-Haufen“ auseinander zu sortieren und mit Praxisbezügen anzureichern. Was man also erwarten kann, ist ganz viel Praktisches, das jeweils mit Empirie hinterlegt.

JETZT: Welche Key-Insights wird man aus Ihrem Vortag mitnehmen können?

Sabrina Oswald: Gerade Storytelling wird inflationär eingesetzt: vom Schreib-Workshop bis zum Videoskript wird alles Mögliche unter diesem Begriff subsumimiert. Ich versuche das für die ZuhörerInnen zu sortieren und gehe in meinem Vortrag auf die Rahmen ein, die man sich stecken muss: jene essentiellen Basis-Definitionen, ohne die Markenkommunikation eigentlich professionell nicht möglich ist. Wir beleuchten gemeinsam „das Momentum“, das eine initiale Kraft für kommunikative Anliegen und eben auch Storytelling sein kann. Und ich beleuchte die Game Changer (Algorithmen, Bots, Fake News,…) in Marketing, PR und Kommunikation.

JETZT: Ihr inoffizieller Titel ist „Mrs. Storytelling“. Was ist aus Ihrer Sicht das Faszinierende an den Möglichkeiten des Storytelling?

Sabrina Oswald: Ich besetze diesen Begriff seit 2009 und für mich liegt die Faszination im strategischen Ansatz. Storytelling ist ein Markenthema. Ich verstehe hier Marken als normative Systeme mit Zeichen, Signalen, Botschaften und Codes. All das wird im Storytelling in eine Gesamtordnung gebracht. Dann erst entsteht ein breites Repertoire an passenden, Markenvertrauen schaffenden Werkzeugen. Hier setzen dann Videos, PR-Stories, Social Media Content Strategien usw. an.

JETZT: Was ist aus Ihrer Sicht das größte Missverständnis in Zusammenhang mit Storytelling?

Sabrina Oswald: Wenn man zum Beispiel behauptet, Storytelling zu machen, nur weil man auf Bewegtbild setzt. Storytelling ist die Möglichkeit von Marken, sich zu individualisieren. Das muss zuerst im Großen gemacht werden, bevor man es auf Videos und lustige Social-Media-Postings runterbricht.

JETZT: Auf welchen anderen Speaker und Themen der JETZT Digital PR freuen Sie sich jetzt schon?

Sabrina Oswald: Auf Ingrid Gogl, des Titels wegen und weil ich denke, dass sie sehr viel zu erzählen hat“

JETZT: Was halten Sie generell von der Idee, eine monothematische Fachkonferenz zum Themenfeld Digitale PR zu lancieren?

Sabrina Oswald: Ein super Ansatz. Konferenzen und Kongresse mit breitem Themenspektrum laufen sich immer mehr tot. Menschen wollen heute ihr Wissen sehr gezielt „abholen“. Als Veranstalter braucht das auch ein anderes Zugehen auf das Publikum: „Make it about them, not about you.“ Viele der Veranstaltungen haben sich zu sehr selbst ins Zentrum gespielt, jahrelang Branchenveränderungen beweint und ebenso jahrelang aber nichts zur Veränderung beitragen. Das interessiert heute niemanden mehr. Dafür zahlt man weder, noch investiert man darin Zeit.

Sabrina Oswald von FUTURA nimmt am Conference Day der JETZT Digital PR mit einem Vortrag über und Agenda Setting, Agenda Surfing und Storytelling teil. Hier geht’s zum Programm der JETZT Digital PR und hier können Sie Tickets für die JETZT Digital PR erwerben.