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„Wir waren Passagiere eines Railjets, der ohne Zwischenstopp unterwegs war.“

Elias Walser, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Seefeld, präsentiert am Conference Day der JETZT Digital PR am 10. und 11. September 2019 den vor zwei Jahren inszenierten PR-Stunt der fehlgeleiteten Pistenraupe in Seefeld. Im Interview verrät Walser, welche Key-Learnings er aus dem PR-Stunt gezogen hat.

JETZT: Sie präsentieren bei der JETZT Digital PR am 11. September in Wien das Best-Practice-Beispiel „Meine Learnings aus dem PR-Stunt mit der ‚fehlgeleiteten‘ Pistenraupe.“ Was dürfen sich die Konferenzteilnehmer von Ihrer Präsentation bei der JETZT Digital PR erwarten?

Elias Walser: Die Konferenzteilnehmer erfahren Details zur Social-Media-Strategie sowie zu den größten Learnings aus dem PR-Stunt Pistenraupe. Wir verraten, worauf wir immer noch stolz sind und geben die größten Fuck-ups preis, die uns leider passiert sind.

JETZT: Gewähren Sie uns einen Einblick in Ihren Vortrag: Welche konkreten Learnings haben Sie aus dem PR-Stunt gezogen? 

Elias Walser: Jede gute PR braucht eine großartige Geschichte. Wir haben bereits im Vorhinein gewusst, dass die Geschichte mit der fehlgeleiteten Pistenraupe gut ist. Jedoch waren wir mit der großen Welle an Anfragen einfach überfordert. Im Nachhinein wissen wir, dass wir in der Szenario-Planung mehr Meilensteine hätten einbauen sollen, dann wäre aus dem Stunt ein erfolgreicher Flug geworden.

JETZT: Wenn Sie den PR-Stunt noch einmal inszenieren würden, was würden Sie anders machen? 

Elias Walser: Wir würden einige Dinge anders machen. Aber am Wichtigsten wäre es gewesen, eine Vertrauensperson zu beauftragen, die von außen auf das Szenario blickt und ein Budget zur Verfügung hat, um schnell handeln und Sachen für uns abklären zu können. Wir waren während der fünf Tage so gefordert, dass ich keine 15 Minuten Zeit hatte, um die Gesamtsituation zu reflektieren. Man könnte sagen, wir waren Passagiere eines Railjets, der ohne Zwischenstopp und Pause unterwegs war. Zu Beginn der Reise dachten wir, dass wir im besten Falle in einem langsamen Zug nur in den Nachbarort fahren würden.

JETZT: Was war aus Ihrer Sicht der ausschlaggebende Grund, dass das Video so schnell viral gegangen ist und so ein großes Medienecho mit sich gebracht hat?

Elias Walser: Weil die Geschichte die Menschen berührt hat: Viele haben so etwas Ähnliches schon einmal persönlich erlebt oder kennen zumindest jemanden, dem etwas Ähnliches widerfahren ist. Die Grundidee war ja ein persönliches Erlebnis.

JETZT: Was sind Ihrer Meinung nach die größten Chancen von Social-Media-Kampagnen? 

Elias Walser: Social Media ermöglicht es, dass jeder User mit der Hilfe eines Internetzugangs eine große Menge an Menschen erreichen kann. Das war vor 15 Jahren noch undenkbar! Wer diese Möglichkeit als Unternehmen nicht aktiv nutzt, kann sehr schnell an Relevanz verlieren.

JETZT: Und was sind die größten Risiken in Zusammenhang mit Social-Media-Kommunikation?

Elias Walser: Dass man in seiner eigenen Blase sitzt und vergisst das Handeln zu hinterfragen und die Gesamtsituation zu reflektieren.

JETZT: Was halten Sie generell von der Idee eine monothematische Fachkonferenz zum Themenfeld Digital PR zu lancieren?
 
Elias Walser: Digital PR ist ein ganz wichtiges Thema, das man nicht dem Spiel der „freien Kräfte“ überlassen darf. Dieses Themenfeld muss beinahe für jedes Unternehmen von strategischer Relevanz sein.

Elias Walser, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Seefeld, präsentiert am Conference Day der JETZT Digital PR am 11. September 2019 einen spannenden Case. Hier geht’s zum Ticketshop der JETZT Digital PR.
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