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RTR-Bewegtbildstudie: Trend zu Online-Video ist bei den jungen Menschen stark ausgeprägt

Das Verhältnis der Nutzung von klassischem, linearen TV zu Online-Angeboten unterscheidet sich laut Studie v0n RTR Medien, AGTT und GfK Austria je nach Altersgruppen erheblich.

Das Verhältnis der Nutzung von klassischem, linearen TV zu Online-Angeboten unterscheidet sich laut Studie v0n RTR Medien, AGTT und GfK Austria je nach Altersgruppen erheblich.

Die gemeinsam vom Fachbereich Medien der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR Medien) und den in der Arbeitsgemeinschaft Teletest (AGTT) organisierten, österreichischen TV-Veranstaltern bei GfK Austria beauftragte Untersuchung „Bewegtbildstudie 2018“ zeigt, dass Online-Angebote einen weiter steigenden Anteil am täglichen Bewegtbildkonsum der Bevölkerung haben. Das Verhältnis der Nutzung von klassischem, linearen TV zu Online-Angeboten unterscheidet sich dabei je nach Altersgruppen erheblich.

„Sendungen des klassischen Fernsehens haben weiterhin in allen Altersgruppen die mit Abstand größte Bedeutung beim Bewegtbildkonsum“, sagt Mag. Oliver Stribl, Geschäftsführer der RTR Medien. „Wir sehen aber einen anhaltenden Trend zu Online-TV und -Video, der besonders bei den jungen Menschen stark ausgeprägt ist.“

Bewegtbildnutzung der Österreicher: 225 Minuten pro Tag

Im Schnitt nutzt die Gesamtbevölkerung im Alter ab 14 Jahren 225 Minuten pro Tag Bewegtbildangebote. 172 Minuten (76,7 Prozent) davon entfallen im Jahr 2018 auf das klassische, lineare Fernsehprogramm. 2017 hatte lineares TV noch einen Anteil von 81,2 Prozent und 2016 von 83,2 Prozent am Bewegtbildkonsum. Berücksichtigt man die leicht gestiegene Nutzung von aufgezeichneten sowie von live gestreamten und über Mediatheken abgerufenen TV-Sendungen (TV online), dann haben Inhalte des klassischen TV einen Anteil von rund 86 Prozent am Videokonsum (2017: 88 Prozent). 26 Minuten bzw. rund 12 Prozent ihrer täglichen Bewegtbildnutzung widmen die Österreicherinnen und Österreicher aber bereits alternativen Online-Videoangeboten auf YouTube, Amazon Prime Video, Netflix, Facebook und anderen Bezahl- oder Gratis-Plattformen (2017: 22 Min. bzw. 9 Prozent).

Bei den 14- bis 29-Jährigen hat die Nutzung des linearen Fernsehprogramms im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen und macht nun weniger als die Hälfte des Bewegtbildkonsums in dieser Altersgruppe aus. Im Jahr 2018 konsumiert die junge Zielgruppe im Schnitt 212 Minuten Bewegtbild pro Tag. Der Anteil des klassischen Fernsehens daran beträgt 48 Prozent, 2017 waren es noch 59 Prozent. Aufgezeichnete sowie live gestreamte und über Mediatheken abgerufene TV-Sendungen (TV online) hinzugerechnet, nutzen die jungen Österreicherinnen und Österreicher im Jahr 2018 zu knapp 66 Prozent Inhalte des klassischen Fernsehens zur Deckung ihres täglichen Bewegtbildkonsums (2017: 70 Prozent). Mit der Nutzung von Inhalten auf YouTube, Amazon Prime Video, Netflix, Facebook und anderen Bezahl- oder Gratis-Plattformen verbringen die jungen Menschen bereits gut 30 Prozent der Zeit, die sie für Bewegtbildkonsum aufwenden (2017: 26 Prozent).

Lineare Bewegtbildnutzung nimmt tendenziell ab

Wird linearer Fernsehkonsum (TV klassisch plus Aufnahmen) der Bewegtbildnutzung online in Summe (Mediatheken, TV live-streaming plus alternative Online-Videoangebote) gegenübergestellt, so nutzt die Gesamtbevölkerung 14+ für ihren Bewegtbildkonsum im täglichen Durchschnitt zu 81 Prozent das lineare Fernsehprogramm und zu 17 Prozent Online-Inhalte. Bei den Jungen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren ist das Verhältnis 52 Prozent lineares TV zu 44 Prozent Online.

Die unter https://www.rtr.at/de/inf/Bewegtbildstudie2018 veröffentlichte „Bewegtbildstudie 2018” bietet eine detailreiche Darstellung zur Bewegtbildnutzung der Österreicherinnen und Österreicher einschließlich der Nutzungsdauer für Fernsehen und Videos in sieben Altersgruppen und der bevorzugt verwendeten Empfangsgeräte je Bewegtbildquelle. Im Auftrag von RTR Medien und AGTT, hat das Marktforschungsinstitut GfK Austria im Zeitraum zwischen 24. Jänner und 21. Februar 2018 eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage mit mehr als 4.000 Computer Assisted Web Interviews (CAWI) durchgeführt und daraus zum dritten Mal seit dem Jahr 2016 die jährliche Bewegtbildstudie erstellt.

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