Hoffmann-blog

“Neues Mindset und Fähigkeiten müssen, wie Muskeln, langsam trainiert werden.”

Sabine Hoffmann, Gründerin und Geschäftsführerin von ambuzzador, hält am Conference Day der JETZT Transformation die Opening Keynote. Im Interview verrät Sabine, worum sich ihr Vortrag drehen wird und wie Unternehmen die Digitale Transformation vorantreiben können.

JETZT: Du hältst am Conference Day der JETZT Transformation die Opening Keynote „Leading the Future – Wie man heute Zukunft gestaltet“. Was dürfen sich die Konferenzteilnehmer von Deinen Ausführungen am Conference Day erwarten?

Sabine Hoffmann: Ich freue mich sehr an der JETZT Transformation Konferenz teilzunehmen. In meiner Keynote werde ich die Teilnehmer für die Chancen, die in der Gleichzeitigkeit der weltweiten Transformation, angesichts der Corona-Pandemie liegen, sensibilisieren. Wir haben als Welt-Community jetzt die Gelegenheit, Innovation und das Wohl der Menschen, sowie dieses Planeten in Einklang zu bringen. Dies geschieht indem wir als Ausgangspunkt der Transformation den Menschen mit seinen Bedürfnissen und seiner Kreativität in den Mittelpunkt stellen und uns die Digitalisierung, als in der Zwischenzeit wesentlich etablierteres Tool, zu Nutze machen.

JETZT: Welche Key-Insights werden die Konferenzteilnehmer von Deinem Vortrag mitnehmen können?

Sabine Hoffmann: Die Erfolgsfaktoren, um für die Zukunft in den Lead zu gehen lauten: Erstens, der Aufbau der „Digitalen Intuition“ im Führen und Zusammenarbeiten, als Ersatz des persönlichen Kontakts. Eine Herausforderung, die Teams und ihre Leaders besser heute als morgen angehen, um neue Formate zur Zusammenarbeit zu entwickeln. Zweitens, der Ausbau der institutionalisierten Innovationskraft, um auch als große Organisation rascher mit dem sich permanent verändernden Umfeld in Resonanz gehen zu können: mit neuen Angeboten, Formaten und Geschäftsmodellen. Und drittens, die Erhöhung der eigenen digitalen Strahlkraft, um auch in Zeiten der Distanz rund um die eigenen Herzensthemen im Austausch zu bleiben und neue Chancen zu eröffnen.

JETZT: Welche Trends werden sich Deiner Ansicht nach, in Zukunft durchsetzen?

Sabine Hoffmann: Artificial Intelligence: Dort wo uns „die Maschine“ überlegen ist und uns Menschen von Routinen befreit, die uns heute von unserer Kreativität abhalten. Sowie Internet of Things und 5G, also smarte Infrastruktur Lösungen, die neue Möglichkeiten für bedarfsorientierte Services ermöglichen. Und auch antifragile Entrepreneurship: krisensichere Wertschöpfungsketten und Prozesse.

JETZT: Wie nimmst Du den derzeitigen Status-quo in Sachen Digitale Transformation in Österreichs Unternehmen wahr?

Sabine Hoffmann: Angesichts des Corona-Locksdown wesentlich beschleunigt! Ich erlebe Führungspersönlichkeiten, Teams und ganze Organisationen experimentierfreudiger. Wir haben alle bewiesen, dass wir von heute auf morgen umlernen können – aber Achtung, die Tools sind ja nur Mittel zum Zweck! Was jetzt nachgezogen werden muss sind Mindset sowie Führungsstrukturen und das braucht deutlich mehr Zeit und neue Formate für Führung und Zusammenarbeit. Unterm Strich bin ich aber zuversichtlich.

JETZT: Und was können Unternehmen tun, um fit für die Zukunft zu werden?

Sabine Hoffmann: Neue Formate für’s Zusammenarbeiten entwickeln, um Transparenz und Sicherheit zu schaffen, am Weg zum gemeinsamen Ziel. Und zwar gemeinsam als Team zusammen mit der Führungskraft. Und verteilt in Home Office, Büro und virtuelle Konferenzen. Tipp Nummer 2: einfach tun. Also konkrete Experimente starten, ohne lange zu diskutieren. Kunden beobachten, Lösungen entwickeln und in einer einfachen Version und ohne viel Risiko abtesten. Und so die Zeit und Budgets nur dort investieren, wo sie entsprechend Resonanz finden und Potenzial für Neues bringen. Zudem ist es hilfreich Lernlandkarten zu entwickeln und Entwicklungspfade für die Mitarbeiter anzubieten. Das neue Mindset und auch neue Fähigkeiten möchten langsam gelernt und trainiert werden, etwa wie ein Muskel. Dafür braucht es das eigene Bewusstsein für die Veränderung des Umfelds, das persönliche Erleben des Veränderungsbedarfs um dann erst die Fähigkeit das Neue anwenden zu können. Oftmals werden die ersten beiden Schritte übersprungen, darum bleibt die Transformation dann ein Projekt der Chefetage und wird nur schleppend umgesetzt. Und zuletzt: Fortschritte neu und anders messen. Kennzahlen für das Etablierte blockieren den Tatendrang für das Neue. Wenn Unternehmen Veränderung wollen, müssen sie sich im Vorhinein sehr genau überlegen, was in ihrer Organisation als „Erfolgsstory“ gefeiert werden soll. Dieses Ziel wird dann ins Incentive System adaptiert.

JETZT: Was hältst Du generell von der Idee, eine monothematische Fachkonferenz zum Thema Digitale Transformation zu lancieren?

Sabine Hoffmann: Da stecken so viele Facetten drinnen: Tools, Mindset, neue Geschäftsmodelle, Innovationsprozesse, Produktentwicklung, Neues Arbeiten und Führen, Mensch und Maschine…Themen, die nicht nur eine Konferenz füllen können!

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