„Die meisten schöpfen das Potential dieser Technologie nicht wirklich aus.“

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Bruno Hautzenberger, Gründer und CTO von xamoom, präsentiert am Conference Day der Fachkonferenz JETZT Voice einen Best Case von Wörthersee Tourismus. Im Interview erklärt Hautzenberger, seit wann er sich mit dem Thema digitale Sprachsteuerung beschäftigt.

Bruno Hautzenberger, Gründer und CTO von xamoom, präsentiert am Conference Day der Fachkonferenz JETZT Voice einen Best Case von Wörthersee Tourismus. Im Interview erklärt Hautzenberger, seit wann er sich mit dem Thema digitale Sprachsteuerung beschäftigt.

JETZT: Sie werden bei der JETZT Voice am Conference Day als Speaker auftreten und einen Best Case von Wörhtersee Tourismus präsentieren. Was dürfen sich die Konferenzteilnehmer von Ihrem Auftritt erwarten?

Bruno Hautzenberger: Da es sich hier um ein bereits umgesetztes Projekt handelt, kann ich ich hier direkt aus der Praxis erzählen. Die Teilnehmer erwartet also eine Geschichte von der Idee, über die Konzeption und Planung mit dem Kunden, bis hin zu den Learnings aus dem Live-Betrieb.

JETZT: Welche Key-Insights werden die Konferenzteilnehmer aus Ihrer Präsentation mitnehmen können?

Bruno Hautzenberger: Es sind oft die Dinge, die man erst in der Praxis bemerkt und vor denen man nicht gewarnt wurde, die so eine Lösung, auf Basis einer so jungen Technologie, wie Voice-Assistants eben sind, zur Herausforderung machen. Ich werde hier Insights in den Prozess des Designs von Voice-Interfaces mit einem Kunden aus einer eigentlich nicht sehr technischen Branche geben und auch auf die Erfahrungen, die wir während der Entwicklung und nach dem Release gemacht haben, eingehen.

JETZT: Was ist aus Ihrer Sicht das Faszinierende an den Möglichkeiten für Marketing und Werbung in Zusammenhang mit digitaler Sprachsteuerung?

Bruno Hautzenberger: Es ist ein neuer Kanal, der trotz der Tatsache, dass er noch nicht sehr lange existiert, schon sehr breit verfügbar ist. Ob auf Handys oder sogar in den Wohnzimmern vieler Menschen ist ein Voice-Assistant bereits vorhanden. Diese völlig neue Art mit Geräten zu kommunizieren, ist ein großer Sprung nach vorne für Human-Machine-Interfaces und ich bin überzeugt, dass wir hier erst am Anfang stehen. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, was wir damit in den nächsten Jahren alles tun können, woran wir heute noch nicht einmal denken.

JETZT: Wie lange beschäftigen Sie sich schon mit dem Themenfeld?

Bruno Hautzenberger: An dem Tag als der Amazon Echo hierzulande vorbestellbar war, hab ich ihn mir geholt und sofort damit begonnen mit dieser Technologie zu spielen. Das war Anfang 2017. Bald darauf folgten, die ersten Skill-Prototypen bei uns im Unternehmen und Ende 2017 begannen wir mit der ersten Umsetzung eines Skills für einen Kunden. Aktuell entwickeln wir aber auch Voice-Interfaces, die auf anderen Technologien basieren, zum Beispiel um Sprachsteurung direkt in Apps zu bringen.

JETZT: Ist das Thema aus Ihrer Sicht in den Marketing- und Werbeabteilungen heimischer Unternehmen schon angekommen? Oder anders gefragt: Wann wird es so weit sein?

Bruno Hautzenberger: Ehrlich gesagt könnte hier mehr passieren. Es gibt zwar, vor allem für Amazon Alexa, bereits einige heimische Lösungen, aber die meisten schöpfen das Potential dieser Technologie nicht wirklich aus. Gerade im Werbe- und Marketingumfeld könnte man viel mehr machen. Mir ist aber auch bewusst, dass dies leichter gesagt als getan ist, denn sich zusätzlich zu den existierenden Kanälen auf einen weiteren zu konzentrieren, den man noch dazu anders als bisherige bespielen muss, kostet viel Zeit und damit auch Geld. Wenn man das nur halbherzig betreibt kostet es mehr als es bringt. Ich glaube aber, dass sich dies in den nächsten ein bis zwei Jahren ändern wird, denn die Technologie ist da und weit genug verbreitet um relevant zu sein. Es ist wie bei jedem neuen Medium eine Frage der Zeit bis die kritische Masse erreicht ist, dass man es nicht mehr ignorieren kann und dann wird es hier auch die Budgets geben und damit auch viele, die Voice-Assistants als Marketing-Tool verwenden.

JETZT: Was empfehlen Sie Marketing- und Werbeverantwortlichen werbetreibender Unternehmen, die jetzt in die Welt der digitalen Sprachsteuerung hineinschnuppern wollen?

Bruno Hautzenberger: Nutzt es selbst. So banal das auch klingen mag, am Besten lernt man wie solche Systeme gut und schlecht funktionieren können, wenn man Bestehende nutzt. Es gibt bereits richtig viele gute Lösungen an denen man sich orientieren kann und das sollte man auch tun.

JETZT: Auf welchen anderen Speaker und Themen der JETZT Voice freuen Sie sich?

Bruno Hautzenberger: Ich freue mich natürlich auf jeden Einzelnen auf der Liste und fühle mich äußerst geehrt, auch auf der JETZT Voice – neben so vielen hochkarätigen Menschen – sprechen zu dürfen.

JETZT: Was halten Sie generell von der Idee, eine monothematische Fachkonferenz zum Themenfeld digitale Sprachsteuerung und digitale Spracherkennung zu lancieren?

Bruno Hautzenberger: Ich bin eigentlich immer ein Freund von Veranstaltungen, die sich auf ein Thema fokussieren, weil man dort auch in die Tiefe gehen kann und nicht Vieles nur streifen kann, weil man viele verschiedene Themen unterbringen muss. Das Thema Sprachsteuerung und digitale Spracherkennung ist aktuell sehr präsent und das aus gutem Grund. Deshalb finde ich es sehr zu befürworteten genau dazu eine eigene Konferenz zu machen um einen besseren Know-How Austausch in diesem Bereich zu ermöglichen.

Bruno Hautzenberger von xamoom hält im Rahmen der Fachkonferenz JETZT Voice einen Vortrag zum Themenfeld digitale Sprachsteuerung. Hier geht’s zum Programm der JETZT Voice und hier können Sie Tickets für die JETZT Voice erwerben.

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