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„Wir erzeugen mit Inbound Marketing Aufmerksamkeit mit nützlichen Contents.“

Martin Bredl, Geschäftsführer der Agentur Take Off PR, nimmt im Rahmen der Fachkonferenz JETZT Digital PR am 12. September in Wien an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Grenzgänger zwischen PR und Marketing: Content Marketing, Native Advertising, Sponsored Content, Branded Content und Inbound Marketing“ teil. Im Interview erklärt Bredl unter anderem, was es mit Inbound Marketing auf sich hat.

JETZT: Sie nehmen bei der JETZT Digital PR am 12. September in Wien an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Grenzgänger zwischen PR und Marketing: Content Marketing, Native Advertising, Sponsored Content, Branded Content und Inbound Marketing“ teil. Wenn Sie sich die Begrifflichkeiten so anschauen – wird Marktkommunikation immer komplexer?

Martin Bredl: Ja, ganz sicher. Die Digitalisierung von Marketing und Vertrieb stellt uns tausende Möglichkeiten zur Verfügung, wie wir Aufmerksamkeit bei potentiellen Kunden erreichen können. Viele Marketers und im besonderen viele Geschäftsführer sind überfordert.

JETZT: Als Chef von Take Off PR halten Sie in diesem Panel die Fahnen für die Kommunikationsdisziplin Inbound Marketing hoch: Welche Key-Insights wird man aus Ihrem Statement im Rahmen des Panels mitnehmen können?

Martin Bredl: Obwohl wir jetzt tausende Möglichkeiten haben, Kunden zu erreichen, ist die Wirksamkeit vieler Kampagnen nicht sehr hoch. Die meisten Marketingaktivitäten konzentrieren sich auf ganz oben im Sales Funnel. Verantwortliche lassen sich von Likes und Shares beeindrucken. Was hat ein Unternehmen aber wirklich von 100.000 Facebook Fans oder 100.000 Views auf YoutTube? Inbound Marketing ist ein Prozess, bei dem mögliche Kunden auf der gesamten Customer Journey begleitet werden. Es gibt entlang des gesamten Prozesses klare Kennzahlen, so dass auch wirklich wirtschaftliche Ziele erreicht werden. Inbound Marketing räumt mit dem ganzen Vanity Getöse im Online Marketing auf.

JETZT: Wenn man den Terminus betrachtet, dann handelt es sich bei Inbound Marketing um Marketing. Take Off PR ist allerdings eine PR-Agentur. Ist Inbound Marketing nun per se eine Marketing- oder eine PR-Maßnahmen?

Martin Bredl: Ich hab mich mit Franz Bogner, dem Heiligen Gral der heimischen PR, getroffen und ihm erzählt was wir im Inbound Marketing machen. Aus seiner Sicht ist das eindeutig PR und auf keinem Fall Werbung. Wir erzeugen Aufmerksamkeit mit nützlichen Contents, laden zu einem Dialog ein und begleiten mit weiterhin nützlichen Contents potentielle Kunden bis zum Kaufabschluss. Warum wir das nicht PR nennen, hat wahrscheinlich den Grund, dass niemand der PR zutrauen würde, Kunden zu gewinnen. In Wirklichkeit ist es egal wie das heißt. Geschäftsführer kümmert das überhaupt nicht. Es muss funktionieren.

JETZT: Was ist aus Ihrer Sicht das Faszinierende an den Möglichkeiten von Inbound Marketing?

Martin Bredl: Das Verhalten der Käufer hat sich durch die Digitalisierung radikal verändert. Inbound Marketing ist die Antwort auf diese Veränderung. Wir unterstützen Konsumenten, aber auch die B2B-Käufer auf Ihrer Customer Journey. Dabei stören und unterbrechen wir sie nicht, wie Werbung es macht, sondern sind hilfreich. Und wir haben alles in der Hand und kontrollieren den gesamten Prozess. PR ist toll, aber doch sehr abhängig. Bei Inbound haben Unternehmen ihre eigenen Medien und machen das was ihren Kunden hilft eine gute Kaufentscheidung zu treffen. Das ist der Inbound Weg.

JETZT: Was ist aus Ihrer Sicht das größte Missverständnis in Zusammenhang mit Inbound Marketing?

Martin Bredl: Das darf nicht viel kosten, da es ja keine Werbung ist. Inbound Marketing muss – so wie jede andere Marketing-Maßnahmen – als Business Case berechnet werden. Nur wenn der ROI positiv ist, sollte man mit Inbound Marketing starten. Inbound Marketing ist nicht günstiger. Inbound Marketing funktioniert ganz einfach. Das ist nicht bei allen anderen Marketing- Maßnahmen so.

JETZT: Was empfehlen Sie Unternehmen und Marken, die aktuell mit dem Gedanken spielen, in das Thema Inbound Marketing hineinzuschnuppern?

Martin Bredl: Zuerst einmal sich schlau machen. Es gibt sehr gute Quellen. Die beste ist sicher, die der Erfinder, also bei HubSpot selbst. Mittlerweile gibt es in Österreich auch ein paar Inbound Marketing-Agenturen. Ich würde darauf achten, ob diese HubSpot zertifiziert sind, denn dann ist zumindest eine gute Grundlage für Inbound Marketing vorhanden. Agenturen rate ich, sich selbst ein Jahre lang als Inbound Marketing-Kunde zu betreuen und dann erst auf Kunden losgehen. By the Way, wir sind was Agenturen betrifft, in Österreich sehr weit hinten. Es gibt also viel Platz für Inbound auf dem Agentursektor.

JETZT: Auf welchen anderen Speaker und Themen der JETZT Digital PR freuen Sie sich?

Martin Bredl: Ich freue mich natürlich auf alle. Einige kenne ich ganz gut, den Rest freue ich mich kennen zu lernen. Wir können alle sehr viel von einander lernen.

JETZT: Was halten Sie generell von der Idee, eine monothematische Fachkonferenz zum Themenfeld Digitale PR zu lancieren?

Martin Bredl: Ich gratuliere zu dieser Idee. Ich wünsche mir, dass das eine Plattform wird, auf der Erfahrungen ausgetauscht werden. Was uns alle total interessiert, ist, zu erfahren, was funktioniert und was nicht. Gerade in dieser Zeit, wo wir tausende Möglichkeiten haben, ist das wichtiger denn je.

Martin Bredl von Take Off PR nimmt am Conference Day der JETZT Digital PR am Panel Grenzgänger zwischen PR und Marketing: Content Marketing, Native Advertising, Sponsored Content, Branded Content und Inbound Marketing“ teil. Hier geht’s zum Programm der JETZT Digital PR und hier können Sie Tickets für die JETZT Digital PR erwerben.