Michael Kobler

„Performance Marketing zeigt schon nach kurzer Zeit, ob es fruchtet oder nicht.“

Carina Kaiser von SlopeLift präsentiert in Ihrer Keynote am JETZT SUMMIT spannende Best Practice Beispiele zum Thema Performance Marketing aus dem DACH-Raum, UK, den CEE-Ländern und den USA. Außerdem räumt Kaiser mit zwei Performance-Marketing-Mythen auf.

Frau Kaiser, Sie halten am JETZT SUMMIT die Best Practice Keynote: „Performance Marketing performt – wenn man es richtig macht”. Was dürfen sich die Konferenzteilnehmer von Ihrem Vortrag erwarten?
Carina Kaiser: Mein Vortrag zielt auf Teilnehmer ab, die neben den klassischen Maßnahmen wie Google Ads oder Facebook Ads weitere Möglichkeiten nutzen möchten. Dabei decke ich neue Werbemöglichkeiten entlang der Customer Journey ab. Anders zu klassischen Vorträgen orientieren sich meine Best Practice Beispiele nicht nur an einem Kunden, sondern ich zeige mehrere Cases, um einen Einblick in verschiedene Branchen zu geben. Außerdem beschränkt sich mein Vortrag nicht nur auf Werbemöglichkeiten innerhalb der DACH-Region, sondern auch auf Nachbarländer und -regionen wie UK, CEE und Nordamerika.

Welche Key-Insights werden die Teilnehmer von Ihrer Keynote mitnehmen können?
Kaiser: Der erster Insight für die Teilnehmer ist, den richtigen Kanal-Mix entlang der Customer Journey (inklusive KPIs und Benchmarks) zu finden. Zusätzlich liefere ich in meiner Keynote Insights aus verschiedenen Kampagnen von unterschiedlichen Kunden und Branchen, sowie auch effiziente (Re-)Targeting Möglichkeiten für KMU.

Was ist Ihrer Meinung nach das Faszinierende an Performance Marketing?
Kaiser: Ich vergleiche Performance Marketing gerne mit einer Veränderung. Man entscheidet sich, wie im „realen“ Leben, einen neuen oder anderen Weg einzuschlagen. Denn auch im Performance Marketing kann man oftmals nicht sagen, ob ein neuer Ansatz oder eine neue Strategie den Erfolg bringt, den man sich, ähnlich wie bei einem Jobwechsel, einer Diät oder einem neuem Studium, erhofft hat. Der einzige Unterschied zwischen Performance Marketing und dem „realen“ Leben ist der, dass man die Ergebnisse sofort erhält. Das ist es auch, was mich nach all den Jahren immer noch fasziniert. Man sieht meistens schon innerhalb der ersten 72 Stunden, ob der neue Ansatz, die neue Methode oder der neue Posting-Inhalt greift oder nicht.

Und was sind Ihrer Meinung nach die größten Missverständnisse in Zusammenhang mit Performance Marketing?
Kaiser: Als ich vor mehr als vier Jahren mit Performance Marketing anfing, merkte ich, dass es sehr viele Mythen zu dem Thema gibt. Die zwei bekanntesten Mythen, die mir nach wie vor bei Kundenterminen begegnen, sind:
Mythos 1: Performance Marketing ist ein einmaliger Aufwand!
Leider weiß ich bis dato nicht, wie die Vermutung entstanden ist, dass man ein einmaliges Investment tätigt und ewig davon profitieren wird. Man muss, wie bei allen Maßnahmen – hier kommt wieder mein Beispiel mit der Diät ins Spiel – Kontinuität und Zielstrebigkeit vorweisen. Eine Kampagne mit dem Budget von XY zu planen bedeutet nicht sofort, dass alle Kunden sofort den Webshop stürmen. Viel mehr liegt die Kunst darin, abgestimmte und langfristige Maßnahmen entlang der Customer Journey zu setzten.
Mythos 2: Performance Marketing kann ich doch selbst auch machen!
Um eines vorweg zu nehmen: Dieser Mythos betrifft natürlich keine Konzerne, die eigene Abteilungen im Bereich Online bzw. Performance Marketing haben. Hier geht es vielmehr um KMU die davon überzeugt sind, dass, mit minimalem Zeitaufwand oder eben einem einmaligen zeitlichen Investment, das Performance Marketing schon laufen wird. Allerdings bedarf es gerade bei kleinen Budgets einer sehr genauen Planung. Dabei muss man vor allem darauf achten, dass jede noch so kleine Kampagne ideal auf eine spitze Zielgruppe zugeschnitten werden muss. Allein diese Ausarbeitung bedarf einer großen Menge an Ressourcen, die selten allein von einer Person im Unternehmen getragen werden kann. Genau deshalb gibt es Agenturen oder auch Freelancer, die sich professionell darum kümmern.

Welche zukunftsweisenden Trends werden Performance Marketing aus Ihrer Sicht nachhaltig prägen?
Kaiser: Wie auch im „realen“ Leben bedarf es im Performance Marketing einen Wandel unserer Denk- und Lebensweisen. Das klingt im ersten Moment vielleicht ein wenig abstrakt, ich möchte dies jedoch anhand von ein paar Beispielen erläutern:
1. Soziale Verantwortung: ich denke, dass dieser Aspekt sowohl im „realem“ Leben als auch im Performance Marketing immer mehr Bedeutung gewinnen wird. Es geht darum, nicht vorzuspielen, dass man „green“ lebt, indem man einmal im Jahr einen Betrag von ein paar Euros an eine Organisation spendet, sondern vielmehr darum, es täglich zu leben. Aber wie wirkt sich dies nun auf Performance Marketing aus?
Der erste Schritt in diese Richtung ist das Thema rund um die DGSVO. Allein die Auswirkungen, die aufgrund der neuen Cookie-Richtlinien auf der Performance-Marketing-Schiene passieren, erfordern ein umdenken. Es wird nicht mehr möglich sein, jede einzelne User-Aktivität zu tracken, jede Scroll-Tiefe zu interpretieren oder jeder Kampagne einen exakten monetären Wert zuzuordnen. Hier muss ein Umdenken passieren, sei es, dass viel mehr im „großen Ganzen“, also Multichannel, gedacht werden muss, neue AI-Technologien entwickelt werden müssen oder vielleicht auch viel mehr auf Content und User Experience ausgelegt werden muss.
2. Innovation: auch in diesem Bereich, wurden wir speziell im letzten Jahr wieder auf die Probe gestellt. Covid-19 hat vielen Leuten aus ganz unterschiedlichen (Lebens-)Bereichen gezeigt, dass wir als Mensch in unserem Tun und Handeln anpassungsfähig sind. Diese Erfahrung sollten wir meiner Meinung nach bewusst aufgreifen und ausbauen. Wir müssen der Veränderung, was alltägliche Annahmen oder Herangehensweisen betrifft, viel offener gegenüberstehen und nicht darauf warten, dass uns äußere Umstände dazu zwingen. Damit meine ich, dass erst durch Covid-19 auch den letzten Unternehmen bewusst geworden ist, dass sie online präsent sein müssen. Ich würde mir wünschen, dass wir dieses Mindset behalten und verwenden, um neue Lösungen sowie weitere Technologien zu erfinden und zu nutzen.

Was halten Sie von der Idee, den JETZT SUMMIT aufgrund der derzeitigen Corona-Situation virtuell abzuhalten und durch virtuelles Networking abzurunden?
Kaiser: Wenn wir ehrlich sind, haben wir vermutlich alle schon genug von unzähligen Teams Meetings, Skype-Unterhaltungen oder Hangouts-Terminen. Allerdings müssen wir uns auch darüber im Klaren sein, dass wir aktuell vor einer Herausforderung stehen, die wir nur gemeinsam durch den Zusammenhalt und die Konsequenz jedes Einzelnen meistern werden. Ich denke daher, dass ein gemeinsamer Austausch über die aktuellen Umstände durch virtuelles Networking ein ideales Spielbrett bietet, um zusammen etwas Neues zu schaffen. Ich bin daher sehr froh, dass wir uns alle gemeinsam dazu durchringen konnten, diese Konferenz trotz allem online abzuhalten, in der Hoffnung, dass jeder Einzelne von euch, der dies liest, ähnlich denkt wie wir.

Carina Kaiser, COO bei SlopeLift, hält beim JETZT SUMMIT die Best Practice Keynote: „Performance Marketing performt – wenn man es richtig macht “.

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