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„Wir glauben fest an die Sprachtrendwende in der Kommunikation.“

Jakob Reiter, Founding Partner und Head of Applied AI and Conversational Interfaces bei der Innovation Agentur und Startup Accelerator TheVentury in Wien, hält im Rahmen der Fachkonferenz JETZT Voice einen Impulsvortrag zum Themenfeld digitale Sprachsteuerung. Im Interview erklärt Reiter, warum die Sprache eine der elementarsten Kommunikationsformen ist.

JETZT: Sie werden bei der JETZT Voice am Conference Day einen Impulsvortrag halten und dann an einem Panel über die Zukunft der Digitalen Sprachsteuerung teilnehmen. Was dürfen sich die Konferenzteilnehmer der JETZT Voice von Ihrem Auftritt erwarten?

Jakob Reiter: Digitale Sprachsteuerung ist endlich in einer Phase, in der sie heute schon, im Rahmen ausgewählter Anwendungsfälle, in Produktion verwendbar ist und substanziellen Mehrwert liefert. Ich werde mich in meinem Impulsvortrag damit beschäftigen, was uns die Zukunft in diesem Bereich bringt, welche Objekte eine Sprachsteuerung haben werden und wo diese Technologie Sinn macht. Ich beschäftige mich aber auch damit, welche Schreckgespenster es auf dem Weg zu besiegen gilt.

JETZT: Welche Key-Insights werden die Konferenzteilnehmer aus Ihrem Impulsvortrag und von Ihren Statements mitnehmen können?

Jakob Reiter: Das Sprache eine der elementarsten Kommunikationsformen ist, schließlich lernen wir reden, lange bevor wir schreiben und lesen lernen. Somit stellt diese Kommunikationsform die für uns intrinsisch einfachste Form der Kommunikation dar. Wie bei einem Flaschengeist können wir einen Wunsch nach Information einfach aussprechen und die smarten Geräte um uns herum erfüllen unsere „Wünsche“.

JETZT: Was ist aus Ihrer Sicht das Faszinierende an den Möglichkeiten für Marketing und Werbung in Zusammenhang mit digitaler Sprachsteuerung?

Jakob Reiter: Jede AI oder Sprachassistent hat eine Persönlichkeit. Wenn man als Mensch mit jemanden spricht – sei es auch nur eine Maschine -, dann macht man sich immer unterbewusst ein Bild wer diese Person ist, mit der man hier kommuniziert. Daher stellt sich nun die entscheidende Frage: Wie sieht die Persönlichkeit meiner Marke, meines Produkts, meiner Dienstleistung aus. Wie „designe“ ich diese. Und schaffe ich es eine emotionale Beziehung zwischen meiner „Schöpfung“ und dem User aufzubauen, denn wenn mir das gelingt, kann man so glauben wir nachhaltig eine besseres Kunden Experience erzeugen.

JETZT: TheVentury ist an einigen Unternehmen beteiligt, die sich dem Themenbereich Conversational Interfaces widmen: Welche Unternehmen sind das und was ist deren Unternehmensgegenstand?

Jakob Reiter: Wir glauben fest an die Sprachtrendwende in der Kommunikation. Dazu helfen wir aufstrebenden Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen durch IT Development, Growth Marketing und Innovation Consulting schneller und nachhaltiger zu wachsen. Dabei schauen wir uns gerne die sehr spezifischen Themen an: Celebrity Fanpost AI, Marktplätze, die auf Conversational UI basieren, Concierge Services in der Hotellerie etc., um nur einige zu nennen.

JETZT: Wie lange beschäftigen Sie sich persönlich schon mit dem Themenfeld?

Jakob Reiter: Ich war immer schon fasziniert von Human-Maschine Interfaces. Seit meiner Zeit in der HTL hat das Thema mein Interesse geweckt. Als wir dann vor rund zwei Jahren TheVentury gegründet haben und Facebook mit der Öffnung des Messenger neuen Wind in die Sache gebracht hat, war für mich sofort klar: Hier beginnt eine Trendwende.

JETZT: Ist das Thema aus Ihrer Sicht in den Marketing- und Werbeabteilungen heimischer Unternehmen schon angekommen?

Jakob Reiter: Überraschender Weise ist Wien in dem Thema lange ein Vorreiter gewesen. Projekte wie der Wien Bot, Mica, Lemmings, die ChatBotConf aber auch unser TheVentury Akzelerator ELEVATE haben Wien auf der Weltkarte aufblitzen lassen. Inzwischen haben aber auch die anderen Tech und Startup Hotspots aufgeholt und aufgrund Ihrer größeren Power Wien eingeholt. Dadurch ist das Thema in den Werbeabteilungen auch schon mehrfach aufgekommen. Umgesetzt wurde allerdings bis jetzt nur bedingt. Das Potenzial hier innovativ tätig zu werden ist also noch voll gegeben.

JETZT: Was empfehlen Sie Marketing- und Werbeverantwortlichen werbetreibender Unternehmen, die jetzt in die Welt der digitalen Sprachsteuerung hineinschnuppern wollen?

Jakob Reiter: JETZT beginnen. In der aktuellen Marktlage werden kleine Fehler noch von Usern verziehen. Dies ändert sich aber rasant mit der Adaption der Technologie. Wer keine Erfahrungen auf dem Gebiet gesammelt hat, wird es nachher bei den hohen Erwartungen an diese Technologie, geschürt durch Projekte wie Google Duplex & Co., schwer haben.

JETZT: Auf welchen anderen Speaker und Themen der JETZT Voice freuen Sie sich?

Jakob Reiter: Besonders freue ich mich auf den Talk von Günther Helbok und Stephan Strasser. Praktische Einblicke sind immer Gold wert.

JETZT: Was halten Sie generell von der Idee, eine monothematische Fachkonferenz zum Themenfeld digitale Sprachsteuerung und digitale Spracherkennung zu lancieren?

Jakob Reiter: Finde ich gut. Das Thema hat so viel Potenzial und es gibt für alle Beteiligten noch unglaublich viel zu lernen. Austausch ist aus unserer Sicht alles – wir sind jedenfalls sehr gerne dabei!

Jakob Reiter von TheVentury hält im Rahmen der Fachkonferenz JETZT Voice im Rahmen eines Panels einen Impulsvortrag zum Themenfeld digitale Sprachsteuerung. Hier geht’s zum Programm der JETZT Voice und hier können Sie Tickets für die JETZT Voice erwerben.